Bellis, Arbeitsgemeinschaft für
goetheanistische Pflanzenerkenntnis
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Letzte Aktualisierung:
06.08.2014
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Willkommen bei der Arbeitsgemeinschaft für goetheanistische Pflanzenerkenntnis

Wer wir sind und was wir wollen

In der Arbeitsgemeinschaft für goetheanistische Pflanzenerkenntnis treffen sich Menschen, die tätig sind in den Bereichen Forschung und Lehre und durch Austausch sich einen vertieften Zugang zum Wesen der Pflanzen erarbeiten wollen. Sie bieten Kurse an, halten Vorträge und verfassen Studien über Heilpflanzen, Kulturpflanzen und Wildpflanzen. Gemeinsam haben sie sich zum Ziel gesetzt die Pflanze mit allen Sinnen zu untersuchen. Der Geruch, der Geschmack,  die Gestalt, die Farbe, die Morphologie und die Umgebung der Pflanze tragen alle zu ihrem Verständnis bei.

Kurze Hinführung zu unserem Arbeitsfeld: Naturwissenschaft – Goetheanismus – Anthroposophie

Goethe gilt als Gründer der vergleichenden Morphologie in der biologischen Wissenschaft. Er schuf mit seiner Erkenntnis der „Metamorphose der Pflanzen“ ein methodisches Werkzeug, zu einem phänomengerechten, das heißt zugleich lebens- und menschengemäßen Verständnis der Natur.

Der Erkenntnisweg Goethes, der die Sinneserfahrungen in ihrer Vielfalt besonders würdigt, wurde Ende des 19. und Anfang des 20. Jh´s von Rudolf Steiner, dem Begründer der Anthroposophie erneut aufgegriffen, erkenntnistheoretisch fundiert und erweitert. Der auf den methodischen Anregungen Goethes und Steiners gründende „Goetheanismus“ fußt auf der modernen Naturwissenschaft mit ihren durch detaillierte Analysen gewonnenen Ergebnissen. Er vermeidet aber ihre einseitig materialistisch-reduktionistische Interpretation, sondern sucht die „Phänomenologie der Natur“ durch eine Erweiterung der eigenen Erkenntnis- und Wahrnehmungsmöglichkeiten  zu erfassen.

Man bleibt so in der Botanik nicht bei einer rein formalen Beschreibung und beim Vergleich der einzelnen Formen stehen, sondern schreitet weiter zu einer imaginativen Charakterisierung dieser Formen innerhalb ihres Lebensumkreises. Dadurch kann ein innerer Bezug zwischen dem Betrachter und der Pflanzenwelt entstehen, welche allmählich zu einer Wesenserkenntnis führt. So erschließt sich ein Erkenntnisweg, die Mensch und Welt zugleich umfasst.

Die Arbeitsgruppe tagt dreimal im Jahr und hat vor allem einen inhaltlich-methodischen Austausch anhand aktuell laufender Forschungsprojekte zum Ziel. Neben der Forschungstätigkeit einzelner Mitarbeiter in unterschiedlichen Arbeitsfeldern, nehmen auch Bildungsfragen einen wichtigen Platz ein. Seit einigen Jahren werden im deutsch- und französischsprachigen Raum verschiedenste Kurse in goetheanistischer Botanik veranstaltet.

Im Winter 2008/ 2009 wurde dieses Angebot mit den Angeboten anderer goetheanistisch arbeitenden Gruppen vernetzt und erweitert, vorerst in Form eines gemeinsamen Veranstaltungsprogrammes.

Seit Sommer 2010 bietet ein Kreis von erfahrenen Goetheanisten eine berufsbegleitende, überregionale Ausbildung in goetheanistisch-anthroposophischer Naturwissenschaft an. Diese richtet sich vor allem an Menschen, welche eine Vertiefung ihres Verhältnisses zur Natur auf dem Wege über eine Erweiterung der Naturwissenschaft suchen und die den goetheanistischen Arbeitsimpuls stärker mit ihrem beruflichen Tätigkeitsfeld verbinden möchten.
Der Studierende verfolgt während der gesamten Ausbildungszeit ein eigenes Forschungsprojekt und wird dabei von einem Mentor aus diesem  Kreis betreut.
Alle Studierende und Mentoren bilden eine Arbeitsgemeinschaft, welche sich wenigstens einmal im Jahr trifft und sich inhaltlich und methodisch austauscht.

Wir hoffen hiermit ein Forum zu schaffen, das der goetheanistisch-anthroposophischen Naturwissenschaft dienlich sein kann und den Austausch mit interessierten Menschen erleichtert.

September 2010.