Letzte
Aktualisierung:
14.05.2013
nächstes
Treffen:
Wildgetreide - Dasypurum.
Keyserlingk Institut, Salem.
Datum (Mitte Juni) wird noch bekannt gegeben.
weitere Treffen Arbeitsgruppe:
15.09-17.09.2013
Ausbildungstreffen
30.01.-2.02.2014
Arbeitsgruppe
2.02.-4.02.2014
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Willkommen bei der
Arbeitsgemeinschaft für goetheanistische
Pflanzenerkenntnis
Wer wir sind und was wir
wollen
In der Arbeitsgemeinschaft für
goetheanistische Pflanzenerkenntnis treffen sich
Menschen, die tätig sind in den Bereichen Forschung
und Lehre und durch Austausch sich einen vertieften
Zugang zum Wesen der Pflanzen erarbeiten wollen. Sie
bieten Kurse an, halten Vorträge und verfassen
Studien über Heilpflanzen, Kulturpflanzen und
Wildpflanzen. Gemeinsam haben sie sich zum Ziel
gesetzt die Pflanze mit allen Sinnen zu untersuchen.
Der Geruch, der Geschmack, die Gestalt, die
Farbe, die Morphologie und die Umgebung der Pflanze
tragen alle zu ihrem Verständnis bei.
Kurze Hinführung zu unserem Arbeitsfeld:
Naturwissenschaft – Goetheanismus – Anthroposophie
Goethe gilt als Gründer der vergleichenden
Morphologie in der biologischen Wissenschaft. Er
schuf mit seiner Erkenntnis der „Metamorphose der
Pflanzen“ ein methodisches Werkzeug, zu einem
phänomengerechten, das heißt zugleich lebens- und
menschengemäßen Verständnis der Natur.
Der
Erkenntnisweg Goethes, der die Sinneserfahrungen in
ihrer Vielfalt besonders würdigt, wurde Ende des 19.
und Anfang des 20. Jh´s von Rudolf Steiner, dem
Begründer der Anthroposophie erneut aufgegriffen,
erkenntnistheoretisch fundiert und erweitert. Der
auf den methodischen Anregungen Goethes und Steiners
gründende „Goetheanismus“ fußt auf der modernen
Naturwissenschaft mit ihren durch detaillierte
Analysen gewonnenen Ergebnissen. Er vermeidet aber
ihre einseitig materialistisch-reduktionistische
Interpretation, sondern sucht die „Phänomenologie
der Natur“ durch eine Erweiterung der eigenen
Erkenntnis- und Wahrnehmungsmöglichkeiten zu erfassen.
Man bleibt so in
der Botanik nicht bei einer rein formalen
Beschreibung und beim Vergleich der einzelnen Formen
stehen, sondern schreitet weiter zu einer
imaginativen Charakterisierung dieser Formen
innerhalb ihres Lebensumkreises. Dadurch kann ein
innerer Bezug zwischen dem Betrachter und der
Pflanzenwelt entstehen, welche allmählich zu einer
Wesenserkenntnis führt. So erschließt sich ein
Erkenntnisweg, die Mensch und Welt zugleich umfasst.
Die
Arbeitsgruppe tagt dreimal im Jahr und hat vor allem
einen inhaltlich-methodischen Austausch anhand
aktuell laufender Forschungsprojekte zum Ziel. Neben
der Forschungstätigkeit einzelner Mitarbeiter in
unterschiedlichen Arbeitsfeldern, nehmen auch
Bildungsfragen einen wichtigen Platz ein. Seit
einigen Jahren werden im deutsch- und
französischsprachigen Raum verschiedenste Kurse in
goetheanistischer Botanik veranstaltet.
Im Winter 2008/
2009 wurde dieses Angebot mit den Angeboten anderer
goetheanistisch arbeitenden Gruppen vernetzt und
erweitert, vorerst in Form eines gemeinsamen
Veranstaltungsprogrammes.
Seit Sommer 2010 bietet ein Kreis von erfahrenen
Goetheanisten eine berufsbegleitende, überregionale
Ausbildung in goetheanistisch-anthroposophischer
Naturwissenschaft an. Diese richtet sich vor allem
an Menschen, welche eine Vertiefung ihres
Verhältnisses zur Natur auf dem Wege über eine
Erweiterung der Naturwissenschaft suchen und die den
goetheanistischen Arbeitsimpuls stärker mit ihrem
beruflichen Tätigkeitsfeld verbinden möchten.
Der Studierende verfolgt während der gesamten
Ausbildungszeit ein eigenes Forschungsprojekt und
wird dabei von einem Mentor aus diesem Kreis
betreut.
Alle Studierende und Mentoren bilden eine
Arbeitsgemeinschaft, welche sich wenigstens einmal
im Jahr trifft und sich inhaltlich und methodisch
austauscht.
Wir hoffen hiermit ein Forum zu schaffen, das der
goetheanistisch-anthroposophischen Naturwissenschaft
dienlich sein kann und den Austausch mit
interessierten Menschen erleichtert.
September 2010.
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